About

Sehsucht, Forschung, Entwicklung

Präsenz, Lebendigkeit und Verbundenheit haben sich als die zentralen Aspekte meiner Arbeit entwickelt

Seit 30 Jahren bin ich in unterschiedlichsten Gruppen, Vereinen, Initiativen und Unternehmungen gestaltend aktiv. Eine gemeinsame Vision zu verfolgen, daran zu wachsen, zu lernen, gemeinsam zu kreieren und zu feiern, sind für mich persönlich ein wesentliches Fundament meines Lebens und Sinngebung zugleich.

 

Seit 2006 bin ich als Coach, Unternehmerin und Kreative selbstständig (Vita siehe unten). Mich trägt und motiviert die Erfahrung, dass authentische Begegnungen, vom eigenen Wesenkern erfüllte Kreativität und letztlich jede eigene und gemeinsame Tätigkeit, die von Herzen kommt, unsere Wirklichkeit nachhaltig und lebenswert gestaltet.


Das Somatic Voice Lab hält einen Raum, in dem Wesentlichkeit spürbar werden darf

Meine Überzeugung und Sehnsucht, dass sich jeder Mensch zutiefst wohlfühlen und wirklich authentisch sein darf, hat mich auf meinen Forschungsweg geschickt. Grundlegend geprägt durch dieses potenzialorientiertes Menschenbild, schöpfe ich in den Somatic Voice Labs aus meiner Ausbildung und Praxis in humanistischer Pädagogik, Sprechwissenschaft, Sprecherziehung, Linguistik, Somatic Attachment Training Experience, tiefgreifender und facettenreicher Körper-, Atem-, Stimm- und Bewegungsarbeit sowie jahrelanger Metta- und Achtsamkeitspraxis (Details/Links, s.u.).

Stell dir vor, wie schön es sich anfühlt, wenn du aus voller Seele sagen kannst: „Es ist eine Freude mit diesen Menschen, in dieser Zeit und in dieser Welt zu leben. Ich bin von ganzem Herzen dankbar."

Stimmt das für dich so? Oder merkst du, dass es irgendwo zwickt? Von Herzen bin ich überzeugt, dass es dein Grundrecht ist, deiner inneren Wahrheit zu folgen und rundum zufrieden und voller Freude zu sein. Du darfst Zeit und Muße haben für dich und deine wesentlichen Wünsche. Du darfst lebendig sein, spüren, atmen, schwingen, klingen, feiern. Spielen, streiten, raufen, Grenzen setzen. Du darfst dich voll und ganz entfalten und gleichzeitig eingebunden sein in vertrauensvolle Beziehungen und ein sinnstiftendes größeres Ganzes.

Wie wird aus deiner Sehnsucht eine Wirklichkeit, in der du gerne lebst?

Präsenz

Die Impulse deiner leiblichen Intelligenz zeigen dir deine Wahrheit. Wir haben eine große Gabe zu spüren, was wirklich ist. Du kannst deine Empfindungen, Gefühle und Bedürfnisse bis ins Detail feinfühlig wahrnehmen. Um diese Gabe zu stärken, braucht es etwas Geduld, sorgfältiges Ausprobieren im Jetzt und kontinuierliches Üben.


Lebendigkeit

Lasse ich mich mit meinen Gefühlen, meiner Energie und Ausdrucksfreude voll und ganz zu oder nehme ich meine wesentlichen Bedürfnisse zurück und funktioniere so, wie man es von mir fordert? Darf sich mein körperliches, stimmliches, kreatives und menschliches Potenzial frei entfalten und zeigen?


Verbundenheit

Tribe, Gemeinschaft, Partner*innenschaft, Beziehung. Was brauchen wir, um friedvoll miteinander zu spielen, zu lernen und zu leben? Wie einigen wir uns auf eine gemeinsame Richtung? Wie begegnen wir uns achtsam und würdevoll an unseren Grenzen? Wie gehen wir mit Konflikten um? Wie entfalten wir sichere Beziehungen und gestalten ein Miteinander, das von Gesundheit und Freude geprägt ist?


Selbstwirksamkeit

Wir erfahren Wohlbefinden, wenn wir uns fähig fühlen, unsere Lebensbereiche zu gestalten und Störungen konstruktiv zu bearbeiten: Was ist jetzt und hier möglich? Wie möchte ich mich verhalten? Welche Wahrheit möchte ich ausdrücken? Wo braucht es einen Impuls, um wieder eine stimmige Balance herzustellen? Wie kann ich mich kohärent und handlungsfähig fühlen?


wir sind lebendige Wesen

Die Kraft der somatischen Selbstregulation: Bewusst wahrnehmen

Das Wort somatisch leitet sich vom griechischen soma ab und bedeutet „das, was sich auf den Körper bezieht". Unser somatisches Nervensystem steuert die bewusste Wahrnehmung unserer Umwelt. Außerdem reguliert es die willkürliche Bewegung der Skelettmuskulatur. Üben und stärken wir diese Fähigkeiten zur bewussten Wahrnehmung und Regulation, lösen wir uns aus den unterbewusst ablaufenden Reiz-Reaktions-Mustern, die wir von Kindesbeinen an erlernt und übernommen haben. Anstatt auf Autopilot zu laufen, können wir unser Repertoire erweitern und gestalten.


Spürst du wirklich, was du gerade erlebst?

Wir sind mit unserer Aufmerksamkeit überall und oft nicht bei dem, was jetzt gerade spürbar ist. Häufig haben wir eine ständige Spannung in unserem System, die unsere somatische Feinfühligkeit einschränkt. Eingefleischte Stress- und Denkmuster überdecken die gegenwärtige Erfahrung. Wir fühlen uns getriggert, stecken in entsprechenden Gedankenschleifen, befassen uns mit Vergangenem, planen die Zukunft, bewerten, kommentieren und interpretieren.

 

Diese Denkfähigkeit ist nicht grundsätzlich negativ. Im Gegenteil: Sie ermöglicht uns die Planung, Organisation und Umsetzung im Alltag, sie ist Teil unseres Überlebensinstinkts. Denn unser Nervensystem ist kontinuierlich damit beschäftigt, unser Umfeld auf Gefahren bzw. Störungen zu scannen, um im Fall der Fälle reagieren zu können.

 

Wenn wir damit aber gar nicht mehr aufhören können - grübeln, verhandeln, erinnern, vorausahnen, fürchten usw. -  und innerlich immer weiter aktiviert bleiben, stellen sich eine Reihe bekannter Stresssymptome ein. Nervosität wird zum Normalzustand.

 

Wir ruhen zu selten in Stille, entspannen zu wenig in ein genüssliches Gähnen oder genießendes Räkeln und Faulenzen. Die gute Nachricht: Das lässt sich ändern.


Wir orientieren uns an der konkreten sinnlichen Erfahrung im gegenwärtigen Moment

Es ist für unsere Selbstwirksamkeit grundlegend, dass wir uns (wieder) gut spüren lernen.

Sich ganz in der körperlichen Erfahrung zu sammeln und in ein differenziertes und konkretes Spüren einzutauchen, regt unsere natürlichen und in jedem Menschen angelegten Regulationskräfte an. Denn unser Organismus, unser ganzes Wesen, strebt kontinuierlich nach Selbstentfaltung und Gesundheit, sucht stets nach einem dynamisch-balancierten Zustand von Wohlbefinden und Zufriedenheit. Im Somatic Voice Lab geben wir diesem somatischen, nicht-sprachlichen Erleben Zeit und Raum.


Dir selbst und deinem Spüren zu vertrauen, setzt dein ganzes Entwicklungspotenzial frei

Wir wachsen in einer Kultur auf, die uns mit Reizen überflutet und damit unsere Fähigkeit zur inneren Ordnung und Reifung überdeckt. Schnell und effizient müssen wir Berufe lernen, performen und Leistung bringen. Es ist einfach ein Teil der Realität, dass wir Techniken lernen, die dem Zweck dienen, uns leistungsfähig zu machen. Geschieht das jedoch zu schnell und ohne wesentliches Eingestimmtsein, werden wir zu Menschen, die abliefern und funktionieren, aber nicht voll und ganz lebendig sind.

 

Die Sehnsucht und die gleichzeitige Herausforderung besteht darin, nicht nur durch gut einstudierte Techniken zu funktionieren, sondern sich die geforderten Fähigkeiten spürend zu eigen zu machen, darin Einklang, Stimmigkeit und Sinn zu finden und mit dem eigenen Erleben zufrieden zu sein.


Spüren, regulieren, handlungsfähig werden

Jeder Mensch kann durchlässig, empfindungsfähig und feinfühlig werden. Wir sind in der Lage, uns Schrittchen für Schrittchen von einer als hinderlich empfundenen Prägung oder einem nicht zur Ruhe kommenden Stressmuster zu lösen, wenn wir unserer somatischen Natur vertrauen und uns auf eine neuartige Erfahrung einlassen.

 

Mit Langsamkeit und Sorgfalt geben wir uns dem Versuch hin, unsere somatischen Möglichkeiten neu zu entdecken und ein unvoreingenommenes Spüren und urteilsfreies Einordnen zu kultivieren. Wir gehen dem Spüren so weit auf den Grund, bis wir körperlich und seelisch verstanden haben, was gemeint ist. Wir befragen die eigene Körperintelligenz und lauschen in Stille oder achtsamer Klang-Bewegung ihren weisen Antworten.


Gemeinsames Erleben in vertrauensvollem Umfeld

Dafür brauchen wir sichere Experimentier-Räume und die Anregung zu einem lebendigen Erleben aus der Innenperspektive. Von dort aus können wir uns dann ganz selbstwirksam fragen: Was möchte diese oder jene Person von mir? Was braucht dieser Text, dieses Gespräch oder jene Situation? Was ist hier die Anforderung? Was wird von mir erwartet und (wie) möchte ich das erfüllen? Solche Fragen machen uns wieder handlungsfähig.

 

Niemand muss etwas „richtig" machen, es werden keine objektiven Bewertungen ausgesprochen. Im Somatic Voice Lab wird stattdessen ein Nährboden geschaffen, der den Teilnehmenden die Möglichkeit bietet, sich selbst durch sich und andere als lebendige, vibrierende und schwingende Wesen zu erfahren und daraus für die eigene Entwicklung und Selbstwerdung zu lernen.


Auf der Suche nach Stimmigkeit hat sich mein eigener Forschungsweg entfaltet:

Chaotisch, spontan, impulsiv, instinktiv, bewusst, geleitet, abwägend, fokussiert. Je nachdem...

Vita, Ausbildungen und Lernfelder

Denkweise, Haltung und Handlungskompetenz (Ausbildungen)

Germanistik und Lingustik, Magister: Psycho-, Sozio- und Neurolinguistik, Gender, Ästhetik des Performativen, HHU Düsseldorf
Sprechwissenschaft und Sprecherziehung: Kommunikationspädagogik, Rhetorik, Medienrhetorik, Gesprächsführung, Dialog, Stimme, Sprechen, Körpersprache, HHU Düsseldorf, Prüfstelle der DGSS
Themenzentrierte Interaktion Practitioner - The art of leadership & living learning, Humanistische Pädagogik. Ruth-Cohn-Institute
Somatic Attachment Training Practitioner - Bindungsdynamiken bei Erwachsenen. UTA Akademie Köln, bei Elisabeth Schneider-Kaiser und Team

Embodiment, Körper-, Stimm- und Bewegungserfahrung (Mentoring, Fortbildung)

Access to innate - Ein Weg zum natürlichen Gleichgewicht - Nach Dr. Douglas Diehl Chiropractor (praktiziert nicht mehr)

Linklater Voice Method - Freeing the natural voice nach Kristin Linklater

Sensory Awareness - An embodied felt sense of authenticity and vitality

Continuum Movement -  A breath and sound based movement practice, Somatische Akademie Berlin

Körpersymbolik, Bewegungsdynamik und Tanzimpro nach Dr. Detlef Kappert
Playfight Training - Connection Play Mindfulness, nach Matteo Tangi

 

Weitere prägende Einflüsse

Achtsamkeit MBSR

Lichtenberger Stimmpädagogik Link

Middendorf Atemarbeit Link
Hengstenberg Bewegungsspiele
Zapchen Somatics Link
Feldenkrais Link
Hatha-Yoga Pranayma Link
Barfußlaufen Link
5 Rhythmen Tanz Link

Gesang und Vokalimpro

Musik, Gitarre, Klavier, Songwriting

Performance und Sprechkunst

Buddhismus und Naturreligionen
Jugendgruppenarbeit KSJ
Gewaltfreie Kommunikation Link
Collective Leadership Link
Authentic Relating Link
Transition Towns Link
Wildnis- und Naturerfahrung
Permakultur Link
Solidarische Landwirtschaft Link
Gemeinwohlökonomie Link

Unternehmungen

2006 Sprechstil Institut - Coaching für wirkungsbewusste und sprechintensive Berufe Link
2013 Sprechstil Atelier - Sprecherausbildung Mediensprechen Link
2016 stimm_kollektiv e.V. - Künstler*innen-Ensemble Link
2021 Somatic Voice Lab

Die Geschichte vom PferdeHuf

Als ich 6 Jahre alt war, erfüllten mir meine Eltern meinen sehnlichsten Wunsch: Ich durfte reiten lernen. So brachen wir eines Tages das erste Mal auf zu einem Islandpferdehof, der schnell mein zweites Zuhause werden sollte. Ich war sehr aufgeregt, kribbelig und unendlich neugierig,

 

Das Konzept des Reitlehrers war es, dass die Eltern beim Kennenlernen von Kind und Pferd zwar in Rufnähe, aber nicht in Sichweite blieben. Nachdem er mir die Hunde, Katzen, Hühner und Pferde allesamt mit Namen vorgestellt hatte, führte er mich in seiner ruhigen verlässlichen Art auf ein Islandpony zu, das an einen Balken gebunden im Halbschatten döste. Er zeigte mir einen Hufkratzer, deutete mir, ihm genau zuzusehen, stellte sich dann seitlich an die Schulter des Ponys und sprach: „Gib Huf!" 

 

Sogleich hielt ihm der Fuchsrote den besagten Huf hin. Ich war beeindruckt. „Möchtest du?", fragte er mich. Ich nickte. Als ich dann versuchte, das Pony mit meinem ersten eigenen „Gib Huf" zu demselbigen zu bewegen, rührte es sich keinen Millimeter. Es döste einfach unbeeindruckt weiter. 

 

„Komm. Versuch es noch mal." , ermunterte er mich. Ich probierte es erneut und blieb wieder erfolglos. Hilfesuchend schaute ich meinen Reitlehrer an. Mit einem herzlichen Zwinkern in den Augen erklärte er mir "Sandra, weißt du, ich würde dir das auch nicht glauben. Deine Körpersprache signalisiert, dass du zurückhaltend bist, und deine Stimme klingt leise und unentschlossen. Das Pony merkt ganz genau, dass du es nicht ernst meinst."

Ein großes Staunen erfasste mich. Ich hatte Herzklopfen und schaute immer wieder verdutzt vom Hufkratzer in meiner kleinen Hand zum dösenden Pony im Halbschatten. Ganz langsam dämmerte es mir...

 

Ich habe das damals intuitiv sehr genau verstanden. Ein paar Wochen später gab mir  j e d e s  Pony seine Hufe... Ich habe es so lange ausprobiert, bis es stimmig und leicht war. Mein Lernerfolg erfüllte mich von Kopf bis Fuß mit Selbstbewusstsein und Freude.

 

Diese Erfahrung hat mich tief geprägt und mir schon sehr früh ein Gefühl dafür gegeben, dass sich mein Innerstes durch Körper und Stimme unmittelbar ausdrückt. Pferde sind ihrer Natur entsprechend vorsichtige, freundliche und gleichzeitig sehr konsequente Spiegel unseres Verhaltens. Prägend war für mich auch die gewaltfreie Haltung, dass das Pferd niemals bezwungen wird, um dem Reiter zu dienen. Sondern wir Menschen uns vertrauenswürdig erweisen müssen, um dann den Ton anzugeben oder die Führung zu übernehmen.

 

Ich entwickelte über die Jahre ein Gespür für die „schwierigen" Tiere und lernte daraus, dass Pferde (und alle anderen Lebewesen) immer dann mit Widerstand reagierten oder schlechte Gewohnheiten ausprägten, wenn wir ihre Signale und Bedürfnisse nicht verstanden oder sie gegen ihre Natur behandelten. Außerdem begann ich durch viele kostbare Momente des Vertrauenfassens, Aufeinanderzukommens, Aneinanderanlehnens zu lernen, wie unendlich wertvoll eine klare und liebevolle Begegnung sein kann.

 


Gemeinsam zu sein, ist alles was ich möchte

Präsenz, Lebendigkeit und verbundenheit

durch somatische Körper-, Stimm- und Kontaktarbeit

Fotos: privat, stimm_kollektiv e.V., pixabay, istock, fotolia

Die Wiege der Somatic Voice Labs ist das stimm_kollektiv e.V.

Hier ein Auszug aus unserer Vision:

 


Wir begreifen uns als Künstler_innen, die sich für einen tiefen menschlichen Wandel öffnen und etwas zum Ausdruck kommen lassen, was uns das Leben selbst zu erzählen weiß. Wir entwickeln uns zu empfindsamen und durchlässigen Künstler_innen, die sowohl ihre Bereitschaft, als auch ihre Fähigkeit kultivieren, sich Bildern, Gefühlen und Verborgenem zur Verfügung zu stellen. [...]

 

Wir leiten uns kollektiv durch unseren künstlerischen Prozess, sind offen, Neues zu erleben und uns dadurch verändern zu lassen. Wir lassen uns ein auf einen Reifeprozess. Indem wir eine feine Wahrnehmung für Geist, Körper, Atem und unsere Stimme entwickeln, können wir uns von Spannungen und Einschränkungen befreien. Es entsteht Leichtigkeit. Wir werden durchlässig und kommen in Kontakt mit uns selbst und der Außenwelt.